 |
Auch
wenn es bisher kein “free trade”-Handelsabkommen
zwischen Australien und Deutschland gibt, sind die gegenseitigen
Exporte und Importe der beiden Länder in den vergangenen
Jahren enorm angewachsen.
Australiens Exporte nach Deutschland haben sich in den vergangenen
zehn Jahren zum Beispiel verdoppelt. Hinterher hinkt das Land
allerdings beim Thema Investment – im Moment liegen die
Zahlen hier immer noch unter einer Milliarde australischer Dollar.
Deutschland dagegen hat ein direktes Investment von fast 15
Millarden Dollar in Australien und es sind bereits mehr als
1000 deutsche Firmen Down Under angesiedelt. Zusammen machen
sie bereits $ 25 Milliarden Umsatz hier. Zu den großen
Namen zählen zum Beispiel Allianz, Siemens, Bosch, DaimlerChrysler,
BMW, Hochtief und die Deutsche Bank. Sie alle profitieren von
Australiens wachstumsstarker Wirtschaft, die sich durch eine
geringe Inflations- und Zinsrate auszeichnet. Außerdem
sind Arbeitskräfte in Australien deutlich günstiger
als in Deutschland, bei einer ebenso guten Qualifikation.
Gute Chancen für deutsche Firmen (für
Export, Ansiedelung und Investment) bestehen in fast allen Wirtschaftszweigen,
vor allem kleine und mittelständische Firmen sollten das
Potential des fünften Kontinents noch für sich nutzen.
Anders herum haben aber auch australische Firmen Chancen auf
dem deutschen Markt. Angesprochen sind hier innovative Unternehmen
aus der Automobil-Zulieferindustrie, aus der Informations- und
Kommunikationstechnologie, der Biotechnologie und Medizin, von
Bildung und Training sowie aus dem Agrarsektor. |