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Traumland Australien
Auswandern leicht gemacht

Die australische Wirtschaft boomt; das Land sucht Einwanderer aus allen möglichen Berufen. Ein neues Leben wartet dort auf einen, eine neue Welt voller Unwägbarkeiten, Heimweh, Problemen, Neugier und Abenteuer.
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Wirtschaft Down Under

Goldgräberstimmung hält an

Die wirtschaftliche Entwicklung Australiens boomt nun schon seit etlichen Jahren. Und daran wird sich auch künftig wenig ändern. Verglichen mit anderen Industrieländern verbleiben die Wachstumsraten auf stetig hohem Niveau. Doch welche Gründe stecken dahinter und wo bzw. wie können deutsche Firmen und Arbeitskräfte davon profitieren? Franz Reichwein von der Bundesagentur für Außenwirtschaft in Sydney hat für uns Gründe und Chancen analysiert.

Gründe für den Wirtschaftsboom
Hintergrund dieser wirtschaftlichen Erfolgssträhne ist eine boomartige Nachfrage fernöstlicher Länder nach mineralischen Rohstoffen und Energieträgern aus dem fünften Kontinent. Um dieser Nachfrage zu entsprechen, müssen die australischen Bergbauunternehmen erhebliche Investitionen vornehmen. (Infrastruktur, Erschließung und Erweiterung von neuen Rohstoffquellen, Suche nach Energieträgern und Errichtung von Betrieben zur Weiterverarbeitung von Metallen). Für die rohstoffreichen Bundesstaaten bzw. Territorien Western Australia, Northern Territory und Queensland lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den vergangenen Jahren bei 4 bis 5 % pro Jahr. Im Landesdurchschnitt betrug das Wachstum dagegen Ende 2005 nur 2,7% und schwächte sich dann zur Jahresmitte 2006 sogar auf 2,3% ab. (Gegen Ende 2006 rechnet man allerdings wieder mit einer 3 vor dem Komma)

Nicht alles ist Gold was glänzt
Diese Unterschiede ergeben sich, da rohstoffarme Bundesstaaten wie New South Wales oder Victoria durchaus auch mit Konjunkturproblemen zu kämpfen haben. Durch eine dynamische Binnenwanderung in die rohstoffreichen Regionen des Landes verlieren sie zum Beispiel wertvolle Fachkräfte.
Doch selbst die „konjunkturschwächeren“ Landesteile haben in Australien noch gut lachen...

Steuersenkungen und Haushaltsüberschüsse
So hat die Regierung im Haushaltsplan 2006/07 drastische Einkommenssteuersenkungen angekündigt. In Canberra ist die Bundeskasse prächtig gefüllt. Budgetüberschüsse sind an der Tagesordnung. Der Staat ist schuldenfrei. Ähnliche Verhältnisse bestehen in vielen Bundesstaaten. Dies ermöglicht eine expansive Ausgabenpolitik. Das meiste Geld fließt in Verkehrsprojekte und in den Ausbau der sozialen Infrastruktur – Krankenhäuser, Schulen usw... Allerdings haben steigende Löhne und die Steuergeschenke der Regierung in enger Verbindung mit steigenden Treibstoffpreisen auch zu unerfreuliche Inflationstendenzen geführt. Wirtschaftsbeobachter hoffen dabei auf eine baldige Trendwende.

Günstiges Investitionsklima für Firmen aus dem deutschsprachigen Raum
Das australische Investitionsklima ist insgesamt sehr günstig. Besonders der Zustrom ausländischer Investitionen läßt aufgrund der rechtlichen und politischen Stabilität sowie der liberalen Wirtschaftspolitik des Landes nicht nach. Das Investitionsgeschehen erfreut zum Beispiel auch die deutsche Exportwirtschaft. Der Bedarf an Kapitalgütern ist riesig. Maschinen und Anlagen aus Deutschland sind sehr gefragt. Auf der Liste der australischen Lieferanten besetzt Deutschland nicht umsonst stets den vierten oder fünften Platz.

Qualifizierte Arbeitskräfte sind gesucht
Das Investitionsgeschehen in Australien sieht sich mit einem fast unüberwindlichen Hindernis konfrontiert: Zur Projektrealisierung fehlt es an allen Ecken und Enden an Fachkräften. Der australische Arbeitsmarkt ist quasi leer gefegt. Die rohstoffreichen Bundesstaaten Western Australia und Queensland suchen händeringend weltweit nach Fachpersonal. Es fehlt an Ärzten, Krankenschwestern, allen Arten von Handwerkern, Köchen, Technikern usw.. Deutsche, Österreicher oder Schweizer, die eine Fachausbildung besitzen, gesund sind und über ausreichende Englischkenntnisse verfügen, können jederzeit einen gut bezahlten Job auf dem fünften Kontinent finden. Die australische Regierung ist dabei, ihre Einwanderungspolitik, besonders für Fachkräfte, weiter zu liberalisieren.

Australien ist und bleibt „the lucky country“.


Der Autor Franz Reichwein ist Leiter des Büros der Bundesagentur für Außenwirtschaft in Sydney. Einmal im Monat berichtet er exklusiv für die InfobahnAustralia über australische Wirtschaftsthemen.

Foto Credit: Tourism Tasmania/Tourism Australia

 

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