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Australiens Investitionsgelüste in
Deutschland:
Deutscher Immobilenmarkt "a star of the
future"
Mit Freude haben australische Immobilienfonds
die Nachricht aufgenommen, dass die deutsche Bundesregierung
börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaften schaffen
will. Es handelt sich dabei um die in den anglophonen Ländern
längst bekannten Real Estate Investment Trusts (REIT).
REIT’s sind steuerlich geförderte Immobiliengesellschaften.
Die Basiskonstruktion sieht so aus, dass die Fonds fast steuerfrei
bleiben. Der Gewinn wird nahezu vollständig ausgeschüttet.
Steuern werden auf die Dividende der Aktionäre erhoben.
Insgesamt entsteht durch REIT’s mehr „Mobilität“
auf dem deutschen Immobilienmarkt. Die Australier haben den
Braten gerochen und schon in den vergangenen Jahren über
vier Milliarden Australische Dollar auf dem deutschen Immobilienmarkt
investiert. Seriöse Fachkreise fragten sich bereits Ende
2004, was die Australier dazu treibt, auf so einem überregulierten
und rezessiven Markt zu investieren. Als Antwort lieferten die
australischen Immobilienfonds eine weitsichtige Strategieperspektive.
In einer ihrer jüngsten Veröffentlichungen liess sich
die Macquarie Bank sogar dazu hinreißen, den deutschen
Immobilienmarkt als „a star of the future“ zu bezeichnen.
Ferner kommt die Bank zu dem Urteil, dass sich
die internationale Wettbewerbsposition Deutschlands deutlich
gefestigt habe. Sie führt dies auf mäßige Lohnzunahmen
bei anhaltend starkem Produktivitätswachstum zurück.
Solche positiven Einschätzungen einer international arbeitenden
Investitionsbank sind für Deutschland wichtig und nützlich.
Schließlich wurde Deutschland in den letzten Jahren im
Ausland oft geringschätzig als der „kranke Mann Europas“
hingestellt.
Bei australischen Investitionen im Immobilienbereich
wird es sehr wahrscheinlich nicht bleiben. Sehr verlockend sind
auch Engagements im deutschen Infrastruktursektor. Dabei geht
es um finanzielle Beteiligung am Bau neuer Flughäfen, Bahnhöfe,
Autobahnen usw.. Der schlagende Beweis dafür ist der mautpflichtige
Warnow-Autobahntunnel bei Rostock, der mit australischen Mitteln
finanziert wurde. Die beiden größten deutschen Baufirmen
Hochtief und Bilfinger Berger, die ein sehr profitables Australiengeschäft
betreiben, können in dieser Hinsicht australischen Investoren
gute Hinweise vermitteln.
Der Autor Franz Reichwein ist Leiter des Büros
der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) in Sydney
und berichtet exklusiv für die InfobahnAustralia über
wirtschaftliche Tendenzen in Australien.
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