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Opale Australien

Opale auf dem fünften Kontinent…

Opale sind fast schon mystische Steine, kristalline Substanzen, die sich durch Jahrmillionen an den Ufern prähistorischer, schon lange verschwundener Seen im Inneren Australiens gebildet haben.
In Australien werden 90 Prozent aller Opale weltweit gefunden. Dazu gehören die Boulder Opale aus Queensland, die in Quilpie im Süden und in Winton im Norden des Sonnenstaates gefördert werden. Im berühmten Coober Pedy in Südaustralien finden sich die „Crystal Opals“. Sie werden auch noch in den Minen von Mintabee und Andamooka in Südaustralien gefördert. Zu den wertvollsten Opalen zählen die „Black Opals“ in New South Wales. Ihr Heimatort ist Lightning Ridge, ein Ort, der ähnlich „prähistorisch“ anmutet wie seine Opale.

Lightning Ridge ist ungefähr 770 Kilometer nordwestlich von Sydney und 50 km südlich der Grenze zu Queensland. Opalabbau gibt es hier bereits seit 1901. Nur in Lightning Ridge gibt es noch die schwarzen Opale, die seltenste und wertvollste Opalsorte der Welt. Menschen aus aller Welt (50 Nationalitäten arbeiten und leben hier) kommen seit jeher, um den erhofften schnellen Reichtum zu finden. Viele wollen eigentlich nur für ein paar Wochen kommen und bleiben letztendlich mehrere Jahre oder gar für immer. Wahrscheinlich leben zwischen 5000 und 6000 Menschen in Lightning Ridge, genau kann man das aber nie sagen…

Opale werden nicht ebenso professionell gefördert wie Gold oder Diamanten – hier graben einzelne Schatzsucher Löcher in die Erde. Lightning Ridge wird deshalb gerne mit einem Schweizer Käse verglichen. Auf seine kleine Größe hat es erstaunlich viele Millionäre, doch auch die gescheiterten Existenzen suchen dort weiter und weiter … Nicht jedem gelingt ein Glücksgriff wie einem Touristen, der vor ein paar Jahren beim „Noodeln“ am Fluß einfach mal so einen 20000 $ Stein gefunden hat.

Für Opalsucher sind die Arbeitsbedingungen hart – es ist stickig und brütend heiß in den Tunneln, die tief unter die Erde reichen. Denn die Schächte müssen teilweise 20 bis 30 Meter in die Erde getrieben werden, bis man schließlich auf die wertvollen, opalhaltigen Gesteinsschichten stößt.
Zudem ist die Arbeit auch gefährlich, denn es wird natürlich gesprengt und mit schwerer Maschinerie gearbeitet… Immer wieder kommt es deshalb auch zu schweren Unfällen. Es können Gase frei gesetzt werden oder ganze Teilstücke einbrechen und den Minenarbeiten unter sich begraben. Im Durchschnitt gibt es drei Minenunfälle pro Jahr in Lightning Ridge, viele sterben dabei, aber die Überlebenden zaudern oft nicht lange und gehen gleich wieder in die Mine zurück.

Ein Opalsucher muss zunächst seinen Claim (50 auf 50 Meter) beim Department of Mineral Resources anmelden und eine Gebühr zahlen. Ab dann beginnt die harte Arbeit: über einen Schacht gräbt man sich in die Tiefe und trägt mit Grabemaschinen, Bohrern, Presslufthämmern oder Sprengungen die opalhaltige Erde/Sandstein ab. (dabei wird horizontal nach außen gegraben, es entstehen sog. „Ballsäle“) Die Gesteinstrümmer werden in einem sog. “Blower” eingesaugt und nach oben direkt auf einen Lastwagen verfrachtet. Der bringt die opalhaltigen Sandsteinbrocken in eine Art wasserdurchströmtes Rührwerk und die geringe Menge, die nach 24 Stunden Durchwaschen noch übrig ist, wird dann nach den grün-blau glitzernden Opalen durchsucht.

Ist man nach viel Sucherei endlich auf eine ergiebige Quelle gestoßen, hält man das aber möglichst geheim. Denn es wird viel geklaut und diese sog. “Ratter” schleichen sich gerne nach Feierabend in die Minen und buddeln raus, was man selbst eben entdeckt hat.

Barbara Barkhausen

 
 
Australian Opal Cutters (Sydney)
Australische Schwarz- und Weißopale, Boulder Opale und Kristallopale.
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