Südaustralien: Kirchen und Wein,
Koalas und Outbackromantik
Adelaide ist eine recht elegante Stadt
mit zahlreichen historischen Gebäuden, Kirchen
und schön angelegten Parks. Es wird auch gern die
20 Minuten-Stadt genannt, da alles einfach und schnell
erreichbar ist. Außerdem hat es sich einen Namen
als die Stadt der Festivals gemacht. Denn nirgendwo
sonst in Australien wird soviel gefeiert und zelebriert
wie in der südaustralischen Metropole: die australischen
Wagner-Festspiele finden hier statt, das Adelaide Bank
Festival of Arts (ein innovatives Kunstfestival), der
Adelaide Fringe, die Clipsal 500 (Adelaide’s V8
Race), das Musikfestival WOMADelaide oder die Tour Down
Under, das größte Radlerevent des Landes.
Adelaide ist außerdem für seinen Wein und
sein Essen berühmt. Besuchen Sie zum Beispiel die
Adelaide Central Markets (bestehen seit 1869 und sind
die größten Markthallen der südlichen
Hemisphäre!) oder das National Wine Centre of Australia.
Außerdem reihen sich ein nettes Café und
Restaurant nach dem anderen entlang der Rundle Street
East. An der Parade at Norwood gibt es ausgezeichnete
Italiener, an der Gouger Street Seafood und Asiatisches
(Adelaides Chinatown) und ein buntes Gemisch an der
O'Connell und Melbourne Street in North Adelaide. Nur
zwanzig Minuten außerhalb der Stadt (da sind sie
wieder – die 20 Minuten!) kann man bereits mit
Delphinen um die Wette schwimmen (Achtung: leider auch
manchmal mit Haien!). Adelaides Strandort Glenelg ist
aber auch sonst nett zum Flanieren und Spazieren...
Nach Glenelg kommt man ganz romantisch – mit der
historischen Straßenbahn vom Victoria Square im
Zentrum zum Beispiel.
Die Umgebung von Adelaide...
Südaustralien ist voller Highlights
und schon wenige Stunden außerhalb von Adelaide
kann man das Australienerlebnis pur haben.
Das
Barossa Valley ist eine der berühmtesten Weingegenden
Australiens und hier kann man zum Beispiel auch den
Spuren der ersten deutschen Einwanderer folgen, die
seit 1850 in Südaustralien ankamen. Meist waren
es Protestanten, die in der Heimat wegen ihrer Religion
verfolgt wurden und sich auf den neu entdeckten Kontinent
flüchteten, um ein neues Leben zu starten. Deutsche
Dörfer in Südaustralien sind zum Beispiel
Hahndorf, Klemzig, Lobethal oder Bethany. Dort gibt
es auch immer noch exzellente deutsche Produkte wie
Marmelade (Beerenberg), Wein (Wolf Blass, Peter Lehmann),
Brot und Wurstwaren.
Outback erleben kann man in den Flinders
Ranges und wer sich sogar weit ins Landesinnere traut
in Coober Pedy, einer der berühmtesten Opalgräberstätten
Australiens. In Coober Pedy spielt sich das Leben meist
unter der Erde ab – es gibt Underground Hotels
und sogar eine Kirche.
Ein Erlebnis der besonderen Art ist die
kleine Insel Kangaroo Island – eines der Wildlife-Wunder
Australiens. Hier tummeln sich Koalas, Kängurus,
Goannas (große Echsen), Echidnas (Schnabeligel),
Pelikane und Pinguine in Hülle und Fülle.
Die “Must Sees” sind die Remarkable Rocks
im Flinders Chase National Park, die weißen Sanddünen
der Little Sahara und die Seehundkolonie. Lassen Sie
sich außerdem nicht die Wildlife-Termine entgehen:
Pelikanfütterungen, Pinguin-Nachtwanderungen etc.Nach
Kangaroo Island kann man von Adelaide aus fliegen (30
Minuten) oder mit der Autofähre übersetzen
(2,5 Stunden Auto- plus Fährfahrt von Adelaide
– mit Kangaroo Island Sealink von Cape Jervis
aus).
Text: © Barbara Barkhausen