Kangaroo Island: Ein Geheimtipp für
Natur- und Tierliebhaber
Aussies kürzen gerne ab, ob Brekkie,
Barbie oder KI, was soviel heißt wie Kangaroo
Island. Kangaroo Island ist eine idyllische Insel, die
zu Südaustralien gehört. Auf der ganzen Insel
gibt es unglaublich schöne Küstenabschnitte
– vom Sandstrand bis zu rauen Klippen ist alles
dabei. Manche Strände eignen sich bestens zum Baden
und/oder Surfen, andere warten mit Naturschauspielen
und Sehenswürdigkeiten auf.
Die Tierwelt KIs ist vielseitig und bietet
wahrlich viele Facetten und Möglichkeiten, etwas
zu unternehmen:
In
der Seal Bay kann man Seelöwen
(fast) hautnah erleben. Der Strand darf nur in Begleitung
von Nationalpark-Bediensteten besucht werden und es
wird angeraten, nicht aus der Gruppe auszuscheren, da
die Seelöwen besonders in der Paarungszeit recht
aggressiv sein können.
In Kingscote und
Penneshaw gibt es Pinguinkolonien
zu sehen – ein Besuch rentiert sich besonders
während der Nacht, wenn die kleinen Pinguine aktiv
sind. In beiden Orten gibt es dazu geführte Touren,
die auch andere Meereslebewesen, wie Seepferdchen und
diverse Rifffische in beleuchteten Aquarien umfassen.
Ebenfalls in der Nacht geöffnet, und besonders
dann interessant, ist das Wildlife Sanctuary an der
Hanson Bay mit dem Koala Walk und eführten Touren.
Dort kann man Koalas in der freien Wildbahn beobachten.
Mit etwas Glück entdeckt man bei
einer Wanderung auf KI seltene Spezies, wie den Echidna
(ein Kloakentier mit Stacheln am Rücken) oder das
berühmte Schnabeltier (neben dem Echidna das einzige
weitere Säugetier, das Eier legt). Die Little
Sahara dient als Spielwiese für Sandboarder
und vermittelt einem auf recht anschauliche Weise, wie
heiß und vor allem endlos die wirkliche Sahara
sein muss. Hier gibt es Goannas (große Echsen)
und auch Schlangen (Vorsicht, giftig!).
Im Flinders Chase
National Park reiht sich ein Naturwunder ans
nächste. Die Remarkable Rocks
sind, wie der Name verrät, wirklich erwähnenswert
– es hat den Anschein, als hätte irgendwer
die formschönen Felsen einfach auf der Klippe abgelegt.
Beeindruckende Küstenformationen
und Robbenkolonien sind am Cape
du Couedic zu sehen. Hier leben einige hundert
Robben auf engstem Raum zusammen, was man als Besucher
auch riecht. Die Brandung hat die Felsen zu einem gigantischen
Torbogen ausgewaschen und schlägt beeindruckend
heftig an die Felsen. Eine wunderschöne Wanderung
durch die Snake Lagoon
belohnt den Besucher mit einem einsamen Sandstrand:
an diesem Strand ist allerdings Vorsicht vor Meeresströmungen
angesagt. Erstens gibt es hier keine Surf Life Saving
Clubs und zweitens sind hier recht tückische Strömungen
am Werk.
Wie kommt man nach Kangaroo Island:
Um zur Fährstation zu gelangen,
fährt man rund eineinhalb Autostunden bzw. ca.
100 Kilometer in den Süden von Adelaide. Dort führt
die Fährverbindung von Cape Jervis nach Penneshaw
auf Kangaroo Island, die die drittgrößte
australische Insel ist, abgesehen von der großen
Australieninsel selbst.
Informationen zur Fährverbindung finden sich unter:
http://www.sealink.com.au/
- für eine 4-köpfige Familie mit Auto gibt
es den Transfer ab ca. 175.- AUD hin und zurück.
Die wichtigsten Orte...
... auf der Insel sind neben
Penneshaw der Hauptort Kingscote,
sowie American River, gelegen
an der schönen Pelican Lagoon. Alle drei Orte sind
über die Hog Bay Road erreichbar, von Kingscote
aus führen zwei Straßen in den Westen der
Insel, der Playford Highway im nördlichen Teil
und die South Coast Road im südlichen. Im westlichen
Teil der Insel gibt es auch eine Nord-Süd Verbindung
der beiden Hauptstraßen und zahlreiche Dirtroads,
besonders im Flinders Chase National Park. Während
im nord-östlichen Teil die besiedelten Gebiete
und Agrarflächen vorherrschen, gibt es im Süden
und Westen der Insel viele Nationalparks, die den eigentlichen
Reiz KI’s ausmachen.
Detaillierte Infos zu KI finden
sich unter: http://www.tourkangarooisland.com.au/
.
Unser Korrespondent Bernhard berichtet
für die InfobahnAustralia aus Adelaide.
Photo Credit Tourism Australia