Eine kleine Rundtour durch
Victoria…
Anregungen für sieben
Reisetage…
Wer mindestens eine Woche Zeit
hat, für den muss es heißen „raus
aus Melbourne und rein in die Natur.“ Denn die
ist in ganz Victoria einfach „stunning“,
wie der Australier so schön sagt. Bis man allerdings
raus aus der Millionenmetropole ist, dauert es länger
als gedacht. Ein Vorort reiht sich an den nächsten,
bis man schließlich am Wasser und an der berühmten
Mornington Peninsula landet. Ein
kleiner Urlausort folgt auf den anderen, doch außer
einem Abstecher auf Arthur’s Seat (für
einen gigantischen Ausblick) ist es am Besten, direkt
bis nach Sorrento und Portsea an der Spitze der Landzunge
zu fahren. Beide Orte werden von den „Reichen
und Schönen“ Melbournes als Wochenendziele
genutzt. Sorrento hat einen netten Ortskern und viele
kleine Cafes, Geschäfte und Restaurants. Ein
besonderes Highlight ist das kleine Café auf
der Seeseite, wo auch die Fähre nach Queenscliff
und zur Great Ocean Road abfährt. Es ist direkt
am Strand und hat einen eigenen Steg und einen „eigenen“
Pelikan, der sich vom Koch täglich Fischreste
abholt. Herrliche Strandwanderungen an den wilden
Küstenabschnitten und ein Ausflug zum Leuchtturm
von Cape Schanck sind mit wenig Fahraufwand möglich.
Ein etwas längerer Ausflug ist ein Besuch auf
der Pinguininsel Phillip Island –
dabei unbedingt checken, wann die Pinguine anlanden
(je nach Jahreszeit unterschiedlich - http://www.phillipisland.net.au/penguinparade.html)
Von
Sorrento aus ist es eine kurze Fährfahrt bis
nach Queenscliff auf der gegenüberliegenden Seite
der Halbinsel. Von dort aus läßt sich eine
Fahrt auf der Great Ocean Road starten.
Die gesamte Straße ist ein Highlight für
sich, doch die schönsten Orte sind sicherlich
Lorne, Apollo Bay mit dem Otway National Park (gigantische
Farnbäume!) und Port Fairy. Im Port Campbell
National Park (zwischen Apollo Bay und Port Fairy)
reihen sich die berühmten Steinformationen: die
nicht ganz vollständigen 12 Apostel, The Arc,
The Grotto und etliche mehr. Etliche Informationstafeln
erzählen von wilden Stürmen und Schiffswracks,
die die Küste säumen. Wer Geduld und etwas
Zeit mitbringt, der sollte auch auf so manches Wildlife
stoßen (Koalas, Kängurus, Emus und Echidnas
zum Beispiel).
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Port Fairy eignet
sich gut für einen Stoppover. Der kleine Ort
ist mehr als idyllisch und hat viele nette Bed and
Breakfasts. Direkt vor Port Fairy liegt ganz versteckt
der kleine Tower Hill Nationalpark. Man kann mit dem
Auto hindurch fahren und schon am Eingang fühlt
man sich wie in einer anderen Welt, Millionen Jahre
zurückversetzt. Wer bis dahin noch keine australischen
Tiere gesehen hat, hier gibt es sie in Hülle
und Fülle. Alleine am Picknickplatz stößt
der Besucher auf zahlreiche Emus und Koalas. (Bitte
aber keine Tiere füttern, auch wenn sie betteln).
Von
Port Fairy bringt einen eine Stichstraße ins
Landesinnere bis in den berühmten Grampians
Nationalpark (für den, der zurück
nach Melbourne und nicht weiter bis nach Adelaide
möchte). Halls Gap bietet sich als Ausgangspunkt
für Wanderungen und Ausflüge an. Der 167000
Hektar große Park hat eine vielfältige
Vogelpopulation und beherbergt ein Drittel der Pflanzenspezies
von Victoria. Die Grampians sind außerdem voll
von herrlichen Aussichtspunkten (Reeds Lookout, the
Balconies, Boroka Lookout, MacKenzie Falls, Zumstein
Picnic Ground).
Über den romantischen Goldgräberort
Ballarat geht es von den Grampians aus wieder
zurück nach Melbourne. Circa zwei bis drei Stunden
ist man unterwegs. Eine Tour, die sich unbedingt lohnt
und durch ihr Wildlife-Angebot und die wilden Küstenlandschaften
ein wahrlich australisches Erlebnis bietet!