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Ein Job muss her
Mit der Wohnung ist nun der erste Schritt getan, aber diese
will auch finanziert werden. Also, weiter geht’s.
Ein Job muss her, am besten so schnell wie möglich.
Schwarze Bretter
Von Freunden und diversen Internetseiten weiss ich, dass
es in Sydney unzählige Schwarze Bretter mit Jobangeboten
gibt. Wir überlegen uns, zunächst mal einige der
tausenden Hostels in der Innenstadt abzuklappern. Schwarze
Bretter gibt es hier zwar, aber die meisten Anzeigen beziehen
sich auf Autokauf und -verkauf. Nichts.
Nach dem dritten Hostel haben wir keine Lust mehr und gehen
in die UTS, die University of Technology in Sydney. Hier
sieht es schon besser aus. Neben Jobs als Promoter werden
sogar Wodka-Tester gesucht. Das Angebot ist vielfältig.
Wir schreiben uns einige Adressen auf und sind nach der
Enttäuschung in den Hostels wieder etwas zuversichtlicher…
Im Internet
Mit den Adressen in der Hand geht es ab ins nächste
Internetcafe. Von hier aus wollen wir unsere Lebensläufe
verschicken und nach weiteren Jobangeboten recherchieren.
Gute Seiten hierfür sind zum Beispiel www.seek.com.au
oder www.taw.com.au,
die besonders auf Jobs für Traveler spezialisiert sind.
Hauptsächlich wird nach Call-Agents, Promotern oder
Leuten in der Gastronomie gesucht. Wir versenden noch ein
paar Mal unsere Lebensläufe. Nun heißt es abwarten.
Schon wieder Glück gehabt
Zwar hätte ich trotz abgeschlossenen Studiums keine
Probleme, als Promoter oder ähnliches zu arbeiten,
aber wer wünscht sich nicht einen Job, bei dem man
sogar noch etwas dazu lernen kann? Und schon wieder verfolgt
mich das Glück. Herr Ohff ruft bei einem Bekannten
in einer großen australischen Firma an. Einen Tag
später bin ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Das ist nicht weiter schlimm. Der Chef ist nett, er fordert
mich auf, ihm meinen Werdegang zu schildern und fragt mich,
in welchem Bereich ich gern arbeiten würde. Das wars
schon. Ab dem nächsten Tag bin ich frischgebackene
Mitarbeiterin im Media Release Department bei genau dieser
Firma.
Von nun an arbeite ich am Internetauftritt, dem Intranet,
verschiedenen Broschüren und Präsentationen mit.
Die Bezahlung ist gut. $600 die Woche, abzüglich Steuern
(dazu später mehr). Außerdem lerne ich, mit vielen
neuen Computerprogrammen zu arbeiten und kann mein Englisch
verbessern.
Weitere Jobmöglichkeiten
Wer nicht im Büro arbeiten will, dem bleibt außer
Promotionjobs oder ähnlichem die Gastronomie. Schwer
ist es nicht, hier einen Job zu finden. Einige meiner Freunde
und Bekannte arbeiten in Hotels, Bars oder Restaurants.
Hier muss man allerdings beachten, dass die Australier in
den meisten Fällen ein sogenanntes RSA (responsible
service of alcohol) verlangen. Dies ist ein Zertifikat,
das man innerhalb eines Tages an verschiedenen Orten (in
Sydney zum Beispiel in der George Street) erwerben kann.
Man bezahlt $80 und kriegt erzählt, an wen man Alkohol
ausschenken darf und an wen nicht, ab wann man einen Gast
nicht mehr bedienen darf usw. Am Ende gibt es einen Test,
den aber wohl jeder ohne Probleme besteht.
Am Besten ist, man entschliesst sich drei bis sechs Monate
(länger darf man mit dem Working Holiday Visum nicht
bei dem gleichen Unternehmen bleiben) zu arbeiten, dann
sollte es nicht allzu schwer sein, einen geeigneten Job
zu finden.
Lesen Sie auch:
Teil
1 - Hirngespinnste? Kathrin macht Working Holiday Down Under
Teil 2 - Die
Wohnungssuche beginnt
Mehr Infos zum Thema Working Holiday
finden Sie hier.
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