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Der Draht nach Hause
Kommunikation ist entscheidend, sich schnell
in eine neue Umgebung einzufinden. Doch auch die Leitungen zurück
in die alte Welt wollen gepflegt werden. Zumindest scheint das
eine vernünftige Strategie gegen Heimweh zu sein. Kommunikation
reduziert die gefühlte geographische Distanz doch ganz
beträchtlich, vor allem wenn man sich nicht nur hört
oder voneinander liest, sondern sich per Webcam gar sehen kann.
Die Infobahn Australia hat einen kleinen Leitfaden
der besten Kommunikationsmöglichkeiten für Sie zusammen
gestellt:
Das gute alte Telefon:
Der staatliche Anbieter von Telefonanschlüssen ist Telstra,
die Telekom Australia. Es gibt aber viele private Anbieter,
die Leitungen von Telstra anmieten und durchaus konkurrenzfähige
Produkte, insbesondere für Anrufe nach Europa anbieten.
Auf der folgenden Webseite finden sich kompakt die jeweils günstigsten
Angebote:
http://www.phonechoice.com.au
Mobiltelefone:
So attraktiv Mobiltelefone im Sinne einer geographisch und zeitbezogen
ununterbrochenen Erreichbarkeit sein mögen, gibt es hier
in Australien doch Limitationen. Zuallererst sind Mobiltelefone
teuer im Betrieb, insbesondere, wenn die Anrufe international
erfolgen (International Roaming). Auch innerhalb der australischen
Bundesstaaten gibt es Roaming Gebühren (national roaming).
Weiters ist es bei weitem nicht so, dass man mit einem Mobiltelefon
überall zu erreichen sein wird. Wer plant, sich in ländlichen
Regionen aufzuhalten, sollte dies bedenken. In den australischen
Metropolen ist der Netzempfang generell gut.
Internet:
In Australien gibt es noch keine reinen Internet-Angebote mit
integriertem VoIP Telefon, wie man sie aus Europa kennt. Das
heißt, dass grundsätzlich für einen Internetanschluss
eine aktive Telefonleitung bestehen muss. Die (nicht ausreichende)
Geschwindigkeit bei der Datenübertragung von Einwahlverbindungen
ist der Hauptgrund, warum man beim Internetanschluss entweder
auf “mobile broadband”, „cable“ oder
“ADSL” setzen sollte. Wichtig ist festzustellen,
ob am jeweiligen Wohnort ADSL oder Kabel verfügbar ist,
bzw. ob für Mobile Broadband das verwendete Mobilnetz in
ausreichender Sendeleistung vorhanden ist (siehe auch Mobiltelefone).
Wer sich keinen eigenen Internetanschluss leisten
möchte, hat die Möglichkeit, in den zahlreich vorhandenen
Internet-Cafes zu surfen (eine weitere Möglichkeit in Australien
zu surfen, wenn auch nicht ganz so nass). Lokale Büchereien
bieten die kostenlose Möglichkeit, im Internet zu surfen
(Registrierung notwendig: wie meist in Australien ist eine „100
point identification“ notwendig – ja, ich bin’s
wirklich und ich wohne auch an der von mir angegebenen Adresse).
Generell ist das Internet im laufenden Betrieb als recht kostengünstige
Kommunikationsmöglichkeit interessant.
Eine kompakte Übersicht
zur Auswahl des Internet Service Providers (ISP) findet sich
unter:
http://bc.whirlpool.net.au
E-Mail:
Zum Internet-Konto bieten die meisten Internet Service Providers
(ISP) auch mindestens eine E-Mail Adresse, meist einige Alias
- Adressen, sowie oft auch Speicherplatz im Internet als Bestandteile
des Gesamtpakets.
Man hat die grundsätzliche Entscheidung zu treffen, ob
man E-Mails über jeden Internetanschluss verfügbar
haben möchte (mit browserbasierten E-Mail Angeboten möglich),
oder ob man sie in ein E-Mail Programm laden möchte. Teilweise
ist das auch in Kombination möglich, die meisten E-Mail
Server halten aber in das Clientprogramm heruntergeladene Mails
nicht mehr in ihrem Eingang und man hat sie daher nur mehr offline
am eigenen Computer verfügbar.
Gängige E-Mail Client-Programme:
- MS Outlook (Express)
- Mozilla Thunderbird
Browserbasierte E-Mail Anbieter:
- GMX
- Yahoo
- GMail
VoIP:
Voice over Internet Protocol bezeichnet Telefonate die teilweise
oder vollständig über die Internetleitung abgewickelt
werden. Es gibt dazu verschiedene Möglichkeiten, vom Gespräch
am PC, über drahtlose Smartphones, bis hin zu Telefon,
oder auch die verschiedenen Mischkombinationen. VoIP Gespräche
von PC zu PC sind gratis abgesehen von der Infrastruktur, die
bereit stehen muss (in AU Telefonanschluss und Internet). Als
führender Anbieter ist hier Skype zu sehen.
- Skype www.skype.com

Man braucht einen PC mit Internetanbindung, ein Headset oder
Mikrophon und PC Lautsprecher, sowie idealerweise eine Webcam,
damit man auch über Video miteinander kommunizieren kann.
Nach Anlegen eines Kontos bei Skype kann man schon loslegen
und über die e-mail Adressen seine Freunde und Verwandten
in Skype ausfindig machen. Ein Klick auf den grünen Knopf,
die Verbindung wird hergestellt und man unterhält sich
in erstaunlicher Qualität von der einen Seite des Erdballs
zur anderen. Für Gespräche zu einem Festnetzanschluss
fallen Skype Out Gebühren an.
- Jajah www.jajah.com
Auch für Jajah braucht man das Internet. In einem Konto
gibt man die eigene Festnetznummer, sowie die Festnetznummer
des Gesprächspartners an und klickt einmal, um eine Verbindung
herzustellen. Jajah verbindet dann die beiden Telefone über
die Internetleitung – es fallen also nur Jajah Gebühren
an, die derzeit von Australien nach Deutschland 5 Dollarcent,
nach Österreich und in die Schweiz 6 Dollarcent pro Minute
betragen. Wenn beide Telefonnummern in einem Jajah Profil angelegt
sind (also beide Gesprächspartner bei Jajah registriert
sind), sind Telefonate über das Jajah Service überhaut
gratis.
Ein Artikel unseres Korrespondenten Bernhard aus Südaustralien.
Photo Credit: Tourism Australia, privat |