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Australien
fasziniert viele Menschen. Es ist die Ferne von allem anderen,
die Weite und Größe des Landes, das Extreme und Menschenfeindliche
der Landschaften, die Schönheit von Fauna und Flora, von
tausenden Kilometern an Küstenlinien und von Traumstränden.
Es ist seine oft aberwitzige und auch gefährliche Tierwelt
und es ist vor allem auch seine Bevölkerung.
20 Millionen Einwohner bevölkern den fünften Kontinent
heute. Australier zeichnen sich durch ihr freundliches und hilfsbereites
Wesen aus und durch ihre “no worries” -Mentalität.
Sie sind relaxt und legen viel Wert auf einen guten Lebensstil.
Sport spielt eine große Rolle, wie auch alle anderen Formen
an Outdoor Aktivitäten. Natürlich gibt es aber auch
Down Under Probleme – Rassenunruhen, Ungerechtigkeiten
gegenüber Minderheiten wie den Aborigines und Asylsuchenden,
Umweltprobleme und politische Skandale. Australien ist kein
Paradies, sondern eine moderne Gesellschaft, in der wirtschaftlicher
Erfolg eine große Rolle spielt und manchmal sogar zu sehr
dominiert.
Die
Wirtschaftsmetropolen sind vor allem Sydney, Melbourne und Brisbane,
doch auch Perth und Adelaide bieten interessante Angebote. Vor
allem medizinische Berufe und Handwerker werden auch in den
ländlichen Regionen gesucht. Westaustralien zum Beispiel
erlebt gerade einen Bauboom, doch es fehlen tausende an ausgebildeten
Bauarbeitern, Elektrikern, Klemptnern, Schreinern etc.
Eine
große Umstellung wird denjenigen erwarten, der gerne mal
am Wochenende von Hamburg nach Berlin gefahren ist oder von
Stuttgart nach München. Aufgrund von Geschwindigkeitsbegrenzungen
(max. 110 km/h), nicht immer optimalen Straßenverhältnissen
und den enormen Entfernungen schafft man oft nicht mehr als
500 Kilometer pro Tag.
Melbourne
– Sydney - Brisbane: ca. 1000 Kilometer zwischen jeder
Stadt!
Australier
kommen aus aller Herren Länder, sie sind eine Gesellschaft
an Auswanderern und nicht nur angelsächsische, amerikanische
und europäische Einflüsse sind zu spüren, sondern
auch viele asiatische. Vor allem die australische Küche
hat enorm von diesen Einflüssen profitiert. Lange vorbei
sind die Zeiten von halbrohem Steak und verkochten Red Beans.
Yam Cha zum Frühstück, Sushi zum Mittagessen und ein
indisches Curry am Abend sind nichts Ungewöhnliches. Auch
wenn der Volkssport Nummer Eins noch immer der Barbecue ist
:)
Verhalten
gegenüber Aussies
Australier
sind verhältnismäßig höfliche Leute. Bei
der Begrüßung schüttelt man sich die Hand, bei
Fragen wird ein „please“ erwartet und im Anschluss
ein „thank you“. Die meisten sind sehr hilfsbereit
und das ist oft auch der Schlüssel zum Erfolg, wenn man
eine Information braucht oder etwas pünktlich erledigt
haben möchte. „Um Hilfe bitten“. Da können
die wenigsten nein sagen.
Nicht
unbedingt üblich ist es, Anrufe zu erwidern. Meist muss
man mehrmals hinterher telefonieren, um zum Erfolg zu kommen.
Bei Meetings ist es angebracht pünktlich zu erscheinen,
auch wenn das Gegenüber dies nicht immer tut. Bei privaten
Einladungen kommen die meisten mindestens 15 Minuten zu spät.
Es
ist einfach Leute kennenzulernen und ein Schwätzchen zu
halten. Im Supermarkt an der Kasse, beim Spazierengehen, im
Bus... Doch nicht ganz so einfach ist es, intensive und lang
andauernde Freundschaften zu schließen. Es wird bei Gesprächen
viel übers Wetter, Hobbies, Job etc. gesprochen, doch wenig
über Politik oder Probleme.
Australier
sind recht trinkfreudig und in manchen Unternehmenssparten gehört
das Biertrinken mit zum Geschäfte machen. Außerdem
wird relativ viel gespielt (Gambling) und in den meisten Pubs
finden sich Spielautomaten (Poker Machines oder kurz Pokies).
Spezieller
Wortschatz
Es
gibt kleine Lexika im Buchhandel, die den speziellen australischen
Wortschatz zusammenfassen. Doch meist reicht es, ein paar gängige
Begriffe außer dem normalen Englischwortschatz aus der
Schule zu kennen.
G’day
– Guten Tag, hallo
no
worries - keine Sorge - ist ein gängiger Ausspruch
mate,
bloke – Freund, Kerl - Männer bezeichnen
sich oft untereinander so
sheila
– Mädchen (nicht so gebräuchlich)
dodgy
– unordentlich, verkommen
good
on’ya (good on you) – positive Bestätigung
bring
a plate – einen Essensbeitrag bei einer Einladung
mitbringen
BYO
– “bring your own” – bedeutet, dass
ein Lokal es erlaubt, dass der Gast seine eigenen alkoholischen
Getränke mitbringt. Meist wird eine Korkengebühr verlangt.
Nicht alle Restaurants haben die Genehmigung, selbst Alkohol
auszuschenken.
fortnight
– alle zwei Wochen (viele Gehälter werden so ausbezahlt)
Australier
kürzen viele Wörter ab. Barbie (barbecue),
brekkie (breakfast), footy
(football – Australian rugby), garbo
(Müllmann), postie (Postmann), vegies
(Gemüse) |