Westaustralien sucht nach Einwanderern
Die Wirtschaft Westaustraliens boomt. Sie
wächst deutlich schneller als der Rest Australiens
und Arbeitskräfte werden an allen Ecken und Enden
gesucht. Zahlreiche Jobs sind unbesetzt, und es gibt viel
zu wenig qualifiziertes Personal. Vor allem die Handwerksbranche
und die Hotel- und Tourismusbranche sind an Arbeitskräften
aus dem Ausland interessiert. Nach wie vor ist das Working
Holiday Visum eine gute Möglichkeit, das Land und
die Leute kennen zu lernen und Arbeitschancen für
sich zu entdecken.
Backpacker haben
hier gute Chancen auf Sponsorships
Auch der 21-jährige Koch Michael Braun kam so nach
Australien. Nach einer dreijährigen Ausbildung in
Deutschland entschloss er sich, Arbeit und Reisen miteinander
zu verbinden. Mit einem Freund reist er die Westküste
im Campervan ab und um das nötige Geld dafür
zu verdienen, arbeitet er im Esplanade Hotel in Fremantle,
dem historischen Vorort von Perth, der Besucher und Einheimische
gleichermaßen anzieht. Michael lernt zudem in seinem
Beruf noch eine Menge neuer Sachen: "Ich habe nie
zuvor Känguru oder Krokodl gekocht, das war definitiv
eine neue Erfahrung." Ob ihn seine Chefs jedoch dauerhaft
nach Australien locken können, das steht noch in
den Sternen - doch wem das Auswandern ernst ist - für
den stehen die Chancen momentan so gut wie schon lange
nicht mehr.
Eine boomende Wirtschaft
verursacht Infrastruktur-Probleme
Westaustralien ist in den vergangenen Jahren durch die
Nachfrage an Rohstoffen zu Reichtum gekommen. Vor allem
China und Indien scheinen einen schier endlosen Bedarf
an Bodenschätzen wie Eisenerz, Bauxit, Uran, Kohle,
Kupfer, Gold, Mangan und Nickel zu haben. Doch während
Westaustraliens Wirtschaft unhaltbar wächst, können
Infrastruktur und Arbeitsmarkt nicht mithalten. So ist
in Westaustralien die Polizei zu zehn Prozent unterbesetzt
und auch Bildungs- und Gesundheitsinstitutionen suchen
händeringend nach Unterstützung. Es fehlt zum
Beispiel in kleineren Orten bereits an Lehrern, sodass
manche Kinder Fernunterricht aufnehmen mussten. Viele
dieser Positionen sind auch unbesetzt, da Angestellte
in die gut bezahlten Minenjobs abwandern.
Steigende Preise versus hoher Lebensqualität
In Perth ist durch den Boom auch der
Immobilienmarkt explodiert. Häuser sind unerschwinglich
teuer geworden und die Miete soll im nächsten Jahr
durchschnittlich um 100 $ die Woche ansteigen. Das sind
die Nachteile des Booms – doch die Vorteile scheinen
zu überwiegen, denn nicht nur gibt es in Westaustralien
Arbeitsstellen in Hülle und Fülle, vor allem
Perth hat auch viel Lebensqualität zu bieten: mit
kilometerlangen Stränden, Nationalparks und vielen
schönen Ausflugszielen wie dem Margaret River vor
der Tür.
Lesen
Sie dazu auch mehr auf der Infobahn...
Hier findet man Jobs:
Jobs in Westaustralien: http://www.gowestnow.com.au
Jobs in der Hotelbranche: http://www.hospitalitybiz.com.au
Hier gibts Infos
und Hilfe für Auswanderer:
Einwanderungsbehörde: http://www.immi.gov.au
und
Hilfe für den Geschäftsaufbau in Westaustralien:
http://www.sbdc.com.au/businessmigration
Deutschsprachige Auswandererberater auf der InfobahnAustralia
finden Sie hier.
Das Working Holiday
Visum (leider nur für deutsche Staatsbürger.
Österreich und die Schweiz haben dieses Abkommen
nicht geschlossen):
Wer zum Beispiel mit einem Working Holiday
Visum nach Westaustralien kommt, kann für ein Jahr
als Backpacker herumreisen und arbeiten. Seit kurzem können
die Traveller sogar in ein und demselben Job für
bis zu sechs Monaten bleiben. Bisher war dies nur für
drei Monate möglich. Außerdem kann das Visum
auf zwei Jahre ausgedehnt werden, wenn man bereit ist,
drei Monate in der Landwirtschaft zu arbeiten. Einzige
Voraussetzung für das Visum ist: Die Bewerber müssen
unter 30 Jahren sein. Mehr Infos finden Sie auf der Infobahn
hier.
Photo Credit: Tourism Australia und Tourism
Western Australia