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Der Australien-Knigge
Do’s & Don’ts in Pubs und Restaurants

Eine Wissenschaft für sich sind die Sitten und Gebräuche in australischen Pubs und Restaurants. Noch vor wenigen Jahrzehnten war Frauen der Aufenthalt in Pubs strikt untersagt – bessere Pubs hatten zumindest eine „Ladies Lounge".

Da Pubs in kleinen Orten im australischen Outback oft die einzigen Quellen für kühle Getränke darstellen, konnten Frauen froh sein, wenn ihnen ein mitfühlender Mann eine Erfrischung vor das Lokal brachte. Grund für diese Sitte war weniger die Geringschätzung der Frau als vielmehr das Bestreben, sie vor angetrunkenen Männern zu schützen. Traditionell war Australien eine Männergesellschaft, da unter den Sträflingen kaum Frauen waren. Ging man aus, dann tat man dies, um sich mit seinen „mates" zu treffen, während die Frau zu Hause bleiben musste.

Heute gibt es für Frauen keine Beschränkungen mehr, Pubs zu besuchen, und im städtischen Umfeld - in dem auch viele Frauen berufstätig sind - ist es inzwischen, besonders am Freitag ab 17 Uhr, für das weibliche Geschlecht absolut üblich, sich mit Arbeitskollegen auf ein Bier zu treffen. Doch Unterschiede gibt es hier sehr wohl auch heute noczh zu europäischen Gepflogenheiten. So bezahlt jeder in der Gruppe einmal einen "Shout", sprich er holt für alle Kollegen oder Freunde einen Drink und lädt sie ein. Im Austausch wird man selbst natürlich auch auf etliche solcher Shouts eingeladen. Pech für den, der eigentlich nur ein Bier trinken wollte... Auch beim Rauchen herrschen strenge Regeln. Nur in bestimmten Sektionen des Pubs darf man sich normalerweise einen solchen Glimmstengel anzünden.

Gewisse Eigenheiten sind auch beim Restaurantbesuch zu beachten. Handelt es sich um eine bessere Adresse, so ist es eine ungeschriebene Regel, dass der Kellner den Gast an einen freien Tisch führt, wobei Wünsche berücksichtigt werden. In Restaurants nicht so gehobenen Niveaus wird man beim Eingang dagegen unmissverständlich durch ein Schild „please wait to be seated" darauf hingewiesen, dass keine freie Platzwahl besteht.

Kann man sich in australischen Restaurants seinen Tisch frei wählen, dann liegt dies meist daran, dass beim Personal gespart wird und man vergeblich auf die Bedienung wartet. Ist dies der Fall, dann geht man am besten an die Kasse, wählt aus der Speisekarte, zahlt und darf dann mit einer großen Nummer an seinem Tisch warten bis das Essen gebracht wird. Bei der weniger serviceorientierten Variante wird dagegen eine Glocke geläutet, wonach man sich seine Bestellung selbst abholen darf.

Zwei Sitten in günstigeren Lokalen schonen übrigens den Geldbeutel: zum einen kann man aus einem sogenannten Bottle Shop seine eigene Flasche Wein mitbringen ("Bring your Own" = abgekürzt BYO) und zahlt im Restaurant nur eine Korkengebühr. Zum anderen packen einem die Kellner Reste der meist recht üppigen Portionen gerne und ohne schiefen Blick für zu Hause mit ein.

Hat man gegessen, wird übrigens erwartet, dass man möglichst bald seinen Platz räumt, um den Tisch für neue Gäste frei zu machen.

Trinkgeld ist kein wirkliches Muß. War man mit dem Service sehr zufrieden, dann sind aber Beträge von 5 – 10 % durchaus angebracht.

Diese Tipps stellte für Sie zusammen: Die InfobahnAustralia in Zusammenarbeit mit dem

Austrian Consulate General Commercial Section
10th Floor, 1 York Street
Sydney 2000
Australia

Tel: +61 2 92 47 85 81
Fax: +61 2 92 51 10 38
e-Mail: sydney@austriantrade.org

Photo Credit: Tourism Australia

 

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